Homeschooling sollte nicht verboten sein – Podcast

Jetzt gerade ist das Homeschooling in Deutschland erlaubt. Es geht ja auch gar nicht anders, wenn die Schulen fast das ganze Schuljahr geschlossen sind. Fast die Hälfte der Schüler kommt mit dem Lernen zu Hause übrigens besser zurecht als in der Schule. Das ist ein schlechtes Zeugnis für die Schule in Deutschland und bringt die Frage mit sich, ob Homeschooling nicht endlich auch in Deutschland legal sein sollte. Also nach der Pandemie.

In fast allen Ländern dieser Welt ist es erlaubt, zu Hause zu lernen. In manchen Ländern muss man nicht zur Schule gehen, in anderen muss man zur Schule gehen, darf aber eine Schule wählen, die man eben im Internet findet. Bloß in Deutschland ist das unmöglich. Jetzt, durch all das Drama mit Corona, hat sich das zwar verändert, doch die Lösung ist nicht ideal. Denn innerhalb kürzester Zeit musste jede einzelne Schule eine Lösung für ihre Schüler finden. Und meistens hat jeder Lehrer seinen eigenen Lösungsansatz. Entstanden ist ein ziemliches Durcheinander. Echtes und gut durchdachtes Homeschooling funktioniert gar nicht so. Es ist viel besser.

Was macht gutes Homeschooling aus?

Wenn Homeschooling richtig gut funktioniert, dann steckt eine spezielle Schule dahinter. Das macht nicht ein stinknormales Gymnasium, sondern ein Homeschoolgymnasium. Es stellt die Materialien bereit, organisiert Ausflüge und Aktivitäten, die man zu Hause einfach nicht machen kann. Oder hast du einen Stufenbarren, einen Bunsenbrenner und ein Atommodell im Wohnzimmer? Ich glaube nicht. Das wäre auf Dauer alles auch viel zu teuer. Und du solltest durch die Schule immer auch die Möglichkeit haben, dich mit Klassenkameraden auszutauschen und anzufreunden. Ja, das geht selbst dann, wenn du der einzige Schüler in deinem Ort bist, der diese Schule besucht. Wird das Homeschooling von einer entsprechenden Schule geplant, kann es so viel mehr, als das, was du in den letzten Monaten erfahren hast.

Es gibt übrigens in Deutschland eine Handvoll solcher Schulen. Sie sind vor allem für Schüler, die zeitweise nicht in Deutschland zur Schule gehen können. Vielleicht, weil sie krank sind oder weil die Eltern eine Weile im Ausland arbeiten und es dort keine passende Schule gibt. Und ja, diese Schulen sind besser organisiert, eben weil sie darauf spezialisiert sind, ihre Schüler nicht im Klassenzimmer zu unterrichten, sondern online oder per Post. Mehr davon und in Deutschland gäbe es endlich eine große Portion mehr Chancengleichheit. Denn die Schüler, die sich innerhalb der Schule nicht wohlfühlen und dort nicht gut lernen können, sind in weit größerem Umfang vorhanden, als manch einer glauben würde. Wie gesagt. Knapp die Hälfte der Schüler ist mit dem Coronahomeschooling besser klargekommen als mit dem Präsenzunterricht. Darüber sollte man mal nachdenken.

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