Photomath – Wenn das Smartphone die Hausaufgaben macht

Schritt für Schritt

Wer in Mathe nicht ganz durchblickt, der kann sich mit den Hausaufgaben ganz schön schwer tun. Wie soll man auch Aufgaben lösen, wenn man nicht verstanden hat, wie man sie löst? Ein Weg, um aus der Misere raus zu kommen, ist es, sich zu Hause mit dem Thema zu beschäftigen und zu versuchen, es doch noch zu verstehen. Dabei kann ein Nachhilfelehrer* genauso hilfreich sein, wie eine gute Erklärung der Klassenkameraden. Manchmal lernt man jedoch auch dadurch, dass man sich den Lösungsweg ansieht, den jemand anderes gewählt hat, um die Aufgabe zu lösen.

Über Photomath

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

Die App Photomath bietet genau das. Wie man am Namen schon erkennen kann, wird lediglich ein Foto der Aufgabe gemacht und die App zeigt sowohl die Lösung, als auch den Lösungsweg an. Wobei das so nicht ganz richtig ist. Es muss nämlich lediglich die Kamera über die Aufgabe gehalten werden und nicht erst noch ein Foto gemacht werden.

Wer seine Lösung nur überprüfen will, dem wird das Ergebnis einfach angezeigt. Ist die Lösung falsch oder besteht aus anderem Grund Interesse am Lösungsweg, so kann man sich diesen anzeigen lassen. Und eines sei gesagt: Er ist wirklich genau und erklärt Schritt für Schritt und gut verständlich, wie man zur Lösung kommt.

Handschriftenerkennung

Handschriftenerkennung

Gelöst werden können dabei lediglich Rechnungen. Es ist nicht möglich, beispielsweise eine geometrische Figur in die Kamera zu halten und die Seitenlängen oder Winkelangaben zu erhalten. Ein gewisses Grundverständnis des Themas muss man dann doch haben, um gegebenenfalls zunächst die Aufgabe zu formulieren, denn auch Textaufgaben können mit der App nicht gelöst werden. Die App ist in der Lage, Handschriften zu erkennen, sofern man sauber schreibt. Aber selbst wenn das nicht der Fall ist, ist das kein Problem, denn über die Tastatur kann man leicht Aufgaben eingeben. Ob es sich dabei nun um einfache Gleichungen handelt, Gleichungssysteme, Brüche, Winkelfunktionen oder gar Logarithmen, spielt keine Rolle. Was Schüler in der Schule kennen lernen, wird von der App beinahe vollständig abgedeckt.

Wer mehrere Aufgaben nacheinander auf diese Weise lösen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich im Verlauf bereits gelöste Aufgaben anzusehen.

Kosten

Photomath ist kostenlos und werbefrei, bietet jedoch die Möglichkeit der freiwilligen Unterstützung durch Spenden. Erhältlich ist die App für iOS und Android. Es gibt auch die Zusatzfunktion Photomath+, die derzeit noch bis 1. Dezember 2016 für alle Nutzer freigeschaltet ist. Mit dieser werden die einzelnen Rechenschritte farbig markiert, sodass schneller erkannt werden kann, was gerechnet wurde. Außerdem werden die einzelnen Schritte auf Wunsch begründet und näher erläutert. Was diese Funktion zukünftig kosten wird, ist derzeit nicht bekannt.

Fazit

Die App ist hervorragend geeignet, um Ergebnisse schnell zu überprüfen und sich auf Wunsch auch den Lösungsweg anzeigen zu lassen. Etwas knifflig kann anfangs die Bedienung der Tastatur sein, da sie so für die meisten Schüler schlichtweg ungewohnt ist. Hierbei können natürlich Fehler beim Eingeben entstehen, welche dann auch zum vermeintlich falschen Ergebnis führen. Mit ein wenig Übung gewöhnt man sich jedoch daran.

Photomath

Photomath

Mit der Möglichkeit des Anzeigens des Lösungsweges besteht natürlich auch die Gefahr, dass Schüler die Aufgaben nicht mehr selbst lösen, sondern sie nur noch abschreiben. Da der Lösungsweg aber wirklich Schritt für Schritt angezeigt wird, ist dieser meist länger, als Schüler ihn aufschreiben würden, da diese im Normalfall schneller zusammenfassen. Das stupide Abschreiben kann dadurch zumindest teilweise verhindert werden. Dieser genaue Lösungsweg gibt jedoch auch Aufschluss darüber, wie man vorgehen muss, um zur Lösung zu kommen, was wirklich hilfreich sein kann.

*Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für beide Geschlechter.

Getestet wurde Photomath unter iOS 9 auf dem iPad.
Eine Gegenleistung für diesen Beitrag wurde nicht erbracht.
Sämtliche Medien entstammen aus der Pressemappe von Photomath, welche hier heruntergeladen werden kann.

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